Sonntag, 16. November 2014

between pick and weight

Die letzten Wochen waren turbulent und das Thema Mode ist bei mir leider etwas auf der Strecke geblieben. Gestern habe ich aber dann endlich mal wieder Zeit gefunden bei einer Shoperöffnung vorbei zu schauen.

Ich mag diese Atmosphäre gerne, weil dann immer dieser Stolz, die Freude und die Energie der Macher in der Luft liegt und man, meistens zumindest, die liebevolle Vorbereitung überall sieht.

Die gestrige Eröffnungen hat mich zusätzlich an mein jugendliches Shopping von vor mehr als 25 Jahren erinnert.






Damals hieß es schon "Kaufs im Kilo", und ich habe meine geliebten Herren Pyjamas, die in den 80er Jahren ja vielfach auf Schulhöfen und in Diskos vertreten waren, für wenig Geld beispielsweise bei "Garage" am Nollendorfplatz erstanden. 

Knapp drei Jahrzehnte später, greift der Store Pick & Weight dieses Konzept wieder auf und bietet 2nd Hand Klamotten zum Kilopreis an.



Was ist anders als in den 80ern? 2nd Hand heißt Vintage, man kann das Shoppen bequem einbauen, denn in der Alten Schönhauser reiht sich der Shop perfekt in die Bummelmeile ein. Vintage und die Lage schlagen sich etwas in den Kilopreisen nieder, die eher für den Einkäufer mit Gehalt gedacht sind, als für den Teenager Taschengeldbeutel.

Was ist gleich? Der typische Geruch, der alle 2nd Hand Läden vereint ;-)

Auch wenn ich ob der Fülle der Kleiderständer etwas überfordert war und ich nicht die Muße hatte mich durch eben diese und das ganze Sortiment zu kämpfen, so mochte ich das ganze Pick & Weight Ambiente gerne. Farblich sortiert hat man schon einen gewissen Anhaltspunkt, wo man suchen möchte. 

                           

Und der Faktor Zufall ist auch nicht zu unterschätzen. So viel mir im wahrsten Sinne des Wortes ein Westenkleid in die Hände, das anscheinend auf einem Ständer, eingequetscht zwischen Blusen und Kleidern, auf mich gewartet hat.  Ein Schnäppchen war es zwar nicht, denn wie schon erwähnt, haben sich auch die Preise für Gebrauchtwaren in den vergangenen knapp 30 Jahren etwas geändert, aber ich wollte dieses Gute Stück aus der Vergangenheit mitnehmen.

Nach der Reizüberflutung und den gefühlten 1 000 000 Einzelstücken im Farb- und Mustermix tat ein kurzer Neutralisationsbesuch bei COS mit geringem Farbspektrum und ohne viel Schnörkel gut und ich denke, ein bisschen mehr fühle ich mich dann doch mittlerweile dort zu Hause.

Aber für eine Art Nostalgie-Besuch, werde ich bestimmt ab und an bei Pick & Weight vorbei schneien.

                           


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